Mutable Instruments Plaits

    Mutable Instruments Plaits


    Der Nachfolger des berühmt-berüchtigten Digitaloszillators Braids ist da! – Plaits bietet 16 Syntheseformen, die in jeweils drei Parametern editierbar sind. CV-Eingänge erlauben vielfältige Modulationen. Getreu dem Vorgänger ist sogar möglich, zwischen Syntheseformen hin- und herzuspringen. Obendrauf wurden ein Low-Pass-Gate und eine Mod-Hüllkurve implementiert. – Wild scheppernde „Richard-Devine-Drums“ sind also schon alleine mit diesem Modul möglich. Der Sound ist, im Vergleich zum Braids, deutlich hochauflösender.

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    Der Nachfolger des berühmt-berüchtigten Digitaloszillators Braids ist da! – Plaits bietet 16 Syntheseformen, die in jeweils drei Parametern editierbar sind. CV-Eingänge erlauben vielfältige Modulationen. Getreu dem Vorgänger ist sogar möglich, zwischen Syntheseformen hin- und herzuspringen. Obendrauf wurden ein Low-Pass-Gate und eine Mod-Hüllkurve implementiert. – Wild scheppernde „Richard-Devine-Drums“ sind also schon alleine mit diesem Modul möglich. Der Sound ist, im Vergleich zum Braids, deutlich hochauflösender.

    Die Syntheseformen des Plaits, Modelle genannt, sind in zwei Bänke zu je acht Algorithmen unterteilt:

    Bank 1: Modelle für tonal spielbare Klänge
    Bank 2: Modelle für geräuschhafte Sounds und Drums

    (Eine Aufstellung der Synthesealgorithmen findet sich weiter unten.)

    Zur Stimmung des Plaits steht ein Coarse-Potentiometer bereit, dessen Regelbereich variiert werden kann. Genauer sind Spannweiten von 14 Halbtonschritten bis acht Oktaven machbar.

    Jeder Synthesealgorithmus lässt sich mittels Timbre-, Morph- und Harmonics-Potentiometer editieren. Die Funktionsweise der Parameter variiert je nach gewähltem Programm. Vereinfacht kann man das Ganze folgendermaßen beschreiben:

    Timbre: Beeinflusst den spektralen Gehalt von Sounds. - Soll ein Klang eher dunkel und dünn oder hell und massiv wirken?
    Morph: Dient Klangfarben-Variationen.
    Harmonics: Kontrolliert Frequenzspreizungen oder das Verhältnis verschiedener Bestandteile eines Soundprogramms.
    Ergänzend zum 1V/Oktave-Eingang, mit dem Plaits über einen Bereich von acht Oktaven gespielt werden kann, gibt es eine Trigger-Buchse. Eingehende Signale lösen die integrierte Decay-Hüllkurve aus, regen physikalische und perkussive Klangprogramme an und aktivieren das Low-Pass-Gate. Alternativ kann das LPG per Level-CV-Eingang kontrolliert werden. Reaktionsverhalten und Abklang sind editierbar.

    Frequenz, Timbre und Morph lassen sich durch CV-Wege mit bipolaren Abschwächern beeinflussen. Ist kein externer Modulator angeschlossen, wird die interne Decay-Hüllkurve verwendet. Harmonics-Parameter und Synthesealgorithmus-Auswahl sind ebenfalls spannungssteuerbar, allerdings gibt es hier keine Abschwächer und keine Normalisierung zur Mod-Hüllkurve. Ist der Trigger-Eingang belegt, wechselt Plaits nur einmal je Anschlag zwischen Sound-Modellen. – Sehr cool für IDM-Drums.

    Neben dem Hauptausgang gibt es noch einen Aux-Audioabgriff. An ihm wird, je nach gewähltem Klangprogramm, entweder ein Nebenprodukt, einen Zusatz wie etwa ein Sub-Oszillator-Signal oder eine Variation des eingestellten Sounds ausgegeben.

    Die Syntheseformen des Plaits im Überblick:

    • Klassische Wellenformen: Zwei gegeneinander verstimmbare VA-Wellen nach Analogvorbild.
    • Waveshaping-Oszillator: Ein asymmetrisches Dreieck wird von Wave-Shaper und Wave-Folder prozessiert.
    • Zwei-Operator-FM: Zwei Sinus-Oszillatoren, verschaltet als Modulator und Carrier plus Feedback.
    • Granularer Formant-Oszillator: Simulation von Formanten und gefilterten Wellenformen durch Multiplikation, Addition und Synchronisation von Sinuswellensegmenten.
    • Harmonischer Oszillator: Additiv-Programm, dass harmonisch verwandte Sinuswellen nutzt.
    • Wavetable-Oszillator: Vier Bänke mit acht mal acht Wellenformen, auf die über Zeilen und Spalten zugegriffen wird, mit oder ohne Interpolation.
    • Chords: Generiert Akkorde mit vier Noten, die von VA- oder Wavetable-Algorithmus gespielt werden.
    • Sprachsynthese: Eine Zusammenstellung an Vowel- und Speech-Algorithmen.
    • Granulare Wolke: Ein Sägezahn-Schwarm, bestehend aus acht mit Hüllkurven ausgestatteten Oszillatoren.
    • Gefiltertes Rauschen: Weißes Rauschen mit variabler Taktung, bearbeitet von einem resonanzfähigen Multimode-Filter.
    • Partikelrauschen: Digitales Rauschen, prozessiert von einem All-Pass- oder Band-Pass-Netzwerk.
    • Unharmonische Saiten-Modellierung
    • Modale Resonator-Bank: Ein Resonator, der von Trigger-Eingang oder Partikelrauschen angeregt wird. – Quasi ein Mini-Rings.
    • Analog-Bass-Drum-Modell
    • Analog-Snare-Drum-Modell
    • Analog-Hi-Hat-Modell

    1V-Oktave-Eingang
    Trigger-Eingang
    FM-Eingang
    Level-Eingang
    Model-, Timbre-, Morph- und Harmonics-CV-Eingänge
    Haupt- und Aux-Audioausgänge

    3 HE Eurorack-Modul, 12 TE breit, 25 mm tief
    Stromverbrauch: 50 mA auf +12 V und 5 mA auf -12 V

    Besondere Bestellnummern

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